Plastikfrei – ganz einfach!

Ihr habt es sicher mitbekommen: Wir von Else 4 Future setzen uns als größeres Team für Nachhaltigkeit und Umweltschutz gegen den Klimawandel ein. Dabei gibt es natürlich so viele verschiedene Teilthemen (Mobilität, Ernährung, Müll, Kleidung, etc.), dass wir für die einzelnen Themen kleinere Gruppen bilden müssen. Eine unserer Kleingruppen – bestehend aus Mercedes (Q2), Jasmin (Q2), Zakariae (8e), Frau Wenzgol und Frau Groth – hat eine Ausstellung zum Thema Plastikmüll entworfen. Diese Ausstellung soll zeigen, wie wir im Alltag ganz einfach auf Plastik verzichten können.

Warum wollen wir überhaupt auf Plastik verzichten? Plastik ist ein Verpackungsprodukt, das viele Vorteile hat, aber drei entscheidende Nachteile: 1) Plastik braucht extrem lang, um aus der Umwelt zu verschwinden und gefährdet als Müll zum Beispiel Tiere an Land und im Wasser 2) Plastik enthält Stoffe, die der Gesundheit von Menschen schaden und 3) die Herstellung von Plastik verbraucht CO2 – also das Treibhausgas, das mitverantwortlich für den Klimawandel ist.

Wie lässt sich denn auf Plastik verzichten? Ganz einfach: Du schaust dir zu Hause mal deinen Müll an und überlegst, was du davon auswechseln kannst. Dabei kann dir unsere Ausstellung helfen, die momentan im Schaukasten in der Else am Eingang zum Sporthof zu sehen ist. Hier einige Beispiele:

Im Badezimmer könntest du Plastikprodukte wie die Zahnbürste oder Wattestäbchen durch welche aus Bambus ersetzen. Viele dieser Plastikalternativen gibt es schon in den Drogeriemärkten der Stadt (z.B. DM oder Rossmann) für fast den gleichen Preis wie das Plastikprodukt. Anstatt der vielen Wasch- und Kosmetikprodukte, die in Plastik verpackt sind, empfehlen wir feste Produkte, die in Pappverpackungen kommen, wie feste Seife, festes Deo oder festes Shampoo. Als Mädchen solltest du darüber nachdenken, ob du wirklich weiterhin Tampons und Binden benutzen willst: Beide sind aus den Abfallsprodukten der Baumwollwirtschaft hergestellt. Nicht nur, dass die Baumwollfarmer*innen meistens ihren Arbeiter*innen viel zu wenig Geld bezahlen, die Baumwolle wird auch mit Giften gegen Schädlinge behandelt. Diese Gifte finden sich leider auch noch später in deiner Binde oder deinem Tampon wieder. Tampons (auch die ungiftigen Bio-Tampons) können bei zu langem Tragen (nie länger als 4 Stunden!) das Toxische Schock Syndrom (TSS) auslösen, das zu schweren Folgeschäden wie Lähmungen führen kann. Es empfiehlt sich stattdessen auf Menstruationswäsche und den Mens-Cup (Menstruationstasse) umzusteigen. Dieser kostet einmal etwas mehr Geld (ca. 20 Euro), kann aber dann für mehrere Jahre benutzt werden und wird in einer kleinen Dose mit kochendem Wasser ganz einfach gereinigt. Schau dir einmal die Version für Teenager in unserer Ausstellung an!

Auch in anderen Bereichen lässt sich Plastik “sparen”: Beim Einkauf einen Beutel zu benutzen, den man immer wieder benutzt. Oder Gemüsenetze mitzunehmen, damit man das Gemüse nicht in Plastikbeutel umpacken muss. Oder darauf achten, dass man keine Einweg- sondern Mehrweg-Flaschen kauft.

Sogar in der Schule gibt es plastikfreie Alternativen: Statt dem Durstlöscher eine wiederverwendbare Trinkflasche, statt einzeln eingepackte Essenssachen eine Brotdose oder Füller statt Wegwerf-Kullis.

Macht mit, spart Plastik!

(Text: Kerstin Groth; Bilder: Kerstin Groth und Elisabeth Wenzgol)

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