Wie das antike Griechenland in den Sportunterricht einzog

Letzte Woche hieß es für die 5d: Willkommen bei den Olympischen Spielen! Im Zuge der Reihe zum antiken Griechenland machte die Klasse in GL und Sport eine imaginäre Reise zum Olymp vor ca. 3000 Jahren und entdeckte dort einige merkwürdigen Geschehnisse:

Wochen bevor die Olympischen Spiele starteten, waren nämlich schon längst die meisten Athleten angereist. Jeder freie Mann aus Griechenland durfte sich zu den Spielen melden und Schiedsrichter beurteilten während des Trainings, wer am Ende bei den tatsächlichen Spielen antreten konnte. Die 5d lernte aber schnell, dass man es sich gut überlegen sollte anzutreten, denn wenn man nicht auf den ersten Platz kam, hieß das Schande für den Athleten, der dann gerne einmal vom ganzen Dorf ausgelacht wurde.

In unserer Simulation der Geschehnisse zog die Klasse raus auf den Schulhof des PdRs, denn der Brunnen dort wurde schnell zum Heiligtum Zeus‘ umfunktioniert, zu denen damals die Prozessionen zogen. An diesem Heiligtum schworen sich die Athleten der 5d niemals zu schummeln.

Danach warfen die Schülerinnen und Schüler einen Blick auf die Sportarten, die es damals so gab und gerieten schnell ins Staunen: Viele der Sportarten waren sehr gefährlich. Das Wagenrennen zum Beispiel hatte immer wieder Opfer zu beklagen, denn die Wägen konnten ausbrechen und die Fahrer kamen dann häufig unter die Pferde der anderen Wägen. Es gab sogar eine Sportart, die mit der freiwilligen Aufgabe eines der Kämpfer endete oder mit seinem Tod!

Ganz so brutal ging es dann in der Simulation der 5d nicht weiter, denn Herr Klee hatte sich als Disziplin für den Sportunterricht nicht für den Allkampf, sondern für den Weitsprung entschieden. Bei bestem Wetter durften die Athleten sich dann an unserer Sprunggrube auf dem Schulhof versuchen. Am Ende stand dann auch ein Sieger fest: Emilio erreichte mit knapp 3 Metern Sprungweite ein exzellentes Ergebnis.

Emilio wurde anschließend natürlich im GL-Unterricht geehrt, wie es die Sieger des antiken Griechenlands auch wurden: Mit einer Ehrenbürgerschaft und den besten Plätzen im Theater. Später verglich die Klasse dann noch die antiken mit den modernen olympischen Spielen und lernte eine internationale Großveranstaltung kennen, die genau wie die WM ihre Schattenseiten hat. Kritisch schauten die Schülerinne und Schüler auf die Kosten, die eine solche Großveranstaltung mit sich bringt und die häufig nicht aufhören, wenn die Veranstaltung schon längst in einem anderen Land ist. Oder der Bau großer Stadien, die anschließend verfallen müssen, weil keiner sie betreiben kann.

In einem waren sich aber alle einig: Auch wenn bei solchen Großveranstaltungen nicht immer alles mit rechten Dingen zu geht, den Sportsgeist sollten wir alle aufrecht erhalten. Ob in der Schule oder bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo.

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