Neues von der Berufsorientierung

WIR sind nicht alleine! – Kooperationen bereichern Unterricht

 Unsere Schule ist groß: drei Gebäude an drei Standorten, sechs Etagen im großen Gebäude.

In unserer Schule sind viele Menschen: fast 1400 Schüler, fast 140 Lehrer, Hausmeister, Sekretärinnen, Verwaltungsassistenten, Gesundheitsassistenten, Putzfrauen und

– immer wieder auch BESUCH!

Wir arbeiten mit vielen Menschen zusammen, um im Unterricht so viel wie möglich zu lernen, besonders gerne von Experten, die manchmal mehr wissen als unsere Lehrer das können.

Viele Projekte machen wir mit unseren Kooperationspartnern LIDL und Ikea., zum Beispiel englische Vorträge vor Ausbildungsleitern bei Ikea, ein Umweltprojekt und ein Buch über Wuppertal mit LIDL.

In diesem Sommer haben wir mit beiden Kooperationspartnern und dem Sanitätshaus Beuthel wieder einen Aktionstag für unser Afrikaprojekt gemacht und konnten 610,-E für ein kleines Bibliotheksgebäude für unsere Partnerschule in Karaba, Burkina Faso verdienen.

Salah Abu El Ela

 

Jahresabschluss Handwerk macht’s in der Kreishandwerkerschaft

Die Patenklasse der Handwerker stellte ihre Projekte des Schuljahres und
selbst erfundene Produkte vor, die prämiert wurden. Damit konnte wieder
etwas Geld für Karaba verdient werden!

Die Produkte sollen sogar noch in einer kleinen Ausstellung gezeigt werden.

 

Mein Beruf – Treppe zum Erfolg

In den achten Klassen beginnt die Berufsorientierung.

Unsere Klasse kennt schon einige Berufe recht gut, weil wir immer wieder Besuch von der Kreishandwerkerschaft haben oder dort zu Besuch sind.

Zu Anfang dieses Schuljahres waren wir im Berufsinformationszentrum und haben ein Programm vorgestellt bekommen, mit dem man online seine Stärken testen kann.

Danach haben wir eine Potentialanalyse gemacht.

Bei diesen beiden Aktionen geht es darum, das wir unsere Stärken kennen lernen, die man vielleicht im Unterricht gar nicht sieht.

Ziel ist es, dass wir eine gut überlegte Entscheidung treffen können für einen Praktikumsplatz, bei dem wir Erfahrungen in einem Beruf machen können, der vielleicht zu uns passen könnte.

Eine weitere Möglichkeit, die wir in der achten Klasse nutzen, um mehr über mögliche Beruf zu erfahren, ist die Berufsfelderkundung.

Wir sind drei Tage zu verschiedenen Trägern gegangen und haben praktische Tätigkeiten in so unterschiedlichen Bereichen ausprobieren können wie: Pflege, Metallbau, 3D-Druck, Holzbearbeitung, Kosmetik, Raumgestaltung, Friseur, Koch, Kinderbetreuung, Floristik, Werbung, Garten- und Landschaftsbau, Lager, Schauspiel und Elektronik.

Unsere Klassenlehrer haben uns besucht. Auch ihnen ist wichtig, uns dabei zu unterstützen auch bei diesen Probearbeiten zu sehen, welche Stärken wir zeigen.

Für unseren Berufswahlordner haben wir Zertifikate bekommen, in denen steht, was wir gut können.

Das können wir dann zur Vorbereitung auf unser Praktikum noch einmal nachlesen.

Es gab viele motivierte Schüler, die Lust hatten, etwas auszuprobieren.

Ende dieses Jahres sollen wir eine Idee haben, welcher Praktikumsplatz uns auf der Treppe zum Erfolg im Beruf eine Stufe weiter nach oben bringen kann.

Wir sind gespannt, was uns dann dort erwarten wird!

Kaan Kahraman

 

Talworks

Talworks heißt übersetzt Talarbeit und wir konnten uns unter diesem Begriff überhaupt nichts vorstellen. Vielleicht ein Überblick, wo man in Wuppertal arbeiten kann, vielleicht als Vorbereitung auf unser Praktikum im nächsten Schuljahr? Keine Ahnung! Wir wollten uns überraschen lassen und es war mal wieder etwas Anderes als nur in der Schule was zu lernen.

Für mich war das ein schöner und besonderer Tag, nicht nur weil man sich über  Berufe informieren konnte, sondern weil man sich so richtig in diese Berufe hinein versetzen konnte. Man konnte alles Mögliche ausprobieren und das war für uns als Technikklasse besonders spannend. Ich habe erst mal draußen angefangen, beim Garten- und Landschaftsbau und durfte mich gleich in eine Riesenmaschine setzen, was mich sehr beeindruckt hat und die Leute, die um mich rumstanden auch! Wir haben da auch noch gepflastert.

Bei Talworks waren für uns neue und tolle Berufe dabei, zum Beispiel waren die Feuerwehr und der Krankenwagen auch da und die Dachdecker.

Bei der Feuerwehr zu arbeiten ist sehr hart, weil man dort Präzision, körperliche Fitness, eine schnelle Auffassungsgabe und große Belastbarkeit braucht, so ähnlich wie  auch bei den Sanitätern. Bei denen konnte man seinen Blutdruck messen, was wir aber schon mal in der Schule gemacht haben, als wir einen Erste-Hilfe-Schein gemacht haben.

Ich fand toll, dass manche ihre „Traumberufe“ mal live erleben konnten und sehen, ob das wirklich was für ihr Praktikum wäre.

Und wir hatten sogar ein bisschen Chemieunterricht, als einige Mitarbeiter der Firma Axalta eine Mischung aus  Backpulver und Zitronensäure herstellten und so etwas herstellten, was seine Farbe ändern kann. Mit dieser Mischung kann man übrigens auch Feuer löschen.

Wir haben kleine Aufgaben bekommen, bei denen wir zur den Berufen, bei denen wir etwas ausprobiert haben,  aufschreiben mussten, was wir da getan haben oder was für uns besonders ist an dem Beruf.

Am meisten gefallen haben mir die Garten- und Landschaftsbauer, weil das Pflanzen und Pflastern mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Die meisten aus meiner Klasse fanden den Dachdecker toll,  weil man mit den Schieferziegeln mit einem Dackdeckerhammer kleine Formen herstellen musste und das konnten nicht alle, so haben wir eine kleine Challenge gemacht, wer es am besten konnte.

Kerem Tün

 

Schmieden begreifen

Solingen, Gesenkschmiede – ein Museum, unsere Klasse!

Wir waren gespannt, was uns beim Besuch in diesem Museum, das wir als Technikklasse am Ende des Schuljahres besuchen sollten, erwarten würde.

Erst einmal ein netter Mensch, der uns herum führte, uns alles zeigte und den gut zu merkenden Namen Martin Mohn hatte.

Wir betraten die Gesenkschmiede Henrichs, die früher Scheren produziert hatte.

Im ersten Raum waren wir beeindruckt von einer Wand mit hunderten von Messerklingen und einer anderen mit Scheren. Die Frage, warum man Solingen auch die Klingenstadt nennt, war leicht zu beantworten.

Wir erfuhren, dass in dieser Fabrik früher einmal nicht nur Scheren, sondern auch Ersatzteile für Maschinen und im ersten Weltkrieg sogar Teile der Ausrüstung von Pferden hergestellt worden sind.

Die jetzt zum Museum umgebaute Gesenkschmiede gibt es seit 1886.

In den nächsten Räumen konnten wir sehen, wie Kessel geheizt wurden, wie der entstehende Druck Maschinen angetrieben hat, wie die Kreisbewegung in eine Auf- und Abbewegung umgewandelt wurde, damit man schmieden konnte. Wir konnten auch eigenartige Dinge sehen, wie dass der frühere Besitzer der Schmiede in den Toiletten die halben Türen entfernt hatte, damit sich seine Arbeiter dort nicht zu lange aufhielten, dass die Fenster im Umkleideraum vergittert waren, weil die Arbeiter früher gerne einmal statt in die Schmiede in das gegenüber gelegene Gasthaus gingen.

Dann konnten wir die Maschinen in Betrieb sehen. Sie funktionieren auch heute noch einwandfrei.

Um eine Schere zu produzieren, musste man zuerst das Metall schneiden, dann wurde es rotglühend erhitzt. Nun konnte es geschmiedet werden. Dazu hatte man vorher Formen vorbereitet, in die das heißt Metall gelegt wurde. Jetzt kam von oben der Schmiedehammer und presste das weiche Metall in die Form. Die Scherenteile wurden dann mit Wasser abgekühlt. Das überschüssige Metall wurde entfernt und die Scherenrohlinge kamen zur weiteren Verarbeitung zu Menschen, die sie in Heimarbeit montierten.

Das Tollste an unserem Besuch war, dass ich selber eine halbe Schere machen durfte!

Selcuk Temur

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