Mittelalterliches Wuppertal 2

Nachdem wir uns noch kurz zuvor einen der mittelalterlichen Lebensräume – die Burg – angeschaut hatten, ging es diesmal in einer Doppelstunde in den Botanischen Garten auf der Hardt. Und wer jetzt denkt „Hardt – das hat doch nun wirklich gar nichts mehr mit dem Mittelalter zu tun!“ kann sich von der 6d vom Gegenteil überzeugen lassen:

Im GL-Unterricht lernte diese nämlich zuvor etwas über einen anderen klassischen mittelalterlichen Lebensraum: die Klöster. Klösteranlagen waren und sind Gebäude, in denen Menschen (dann Mönche und Nonnen genannt) wohnen, um durch Arbeit und Gebete und ihren Verzicht auf persönliche Gegenstände ein nahes Leben zum christlichen Gott versuchen zu führen. Im Mittelalter waren diese Klöster aber nicht nur Wohnraum für Geistliche, sondern auch Bildungszentren, Wirtschaftsstandorte, Pilgerstätten und Gesundheitszentren. Letzteres daher, weil in den Klöstern nicht nur häufig ein Spital (eine Art Krankenhaus) eingebaut war, sondern auch weil in den Klöstergärten Heilkräuter angebaut wurden, die zu Medizin weiterverarbeitet in der Apotheke des Klosters verkauft wurden. Genau diese Heilkräuter lernte auch die sechste Klasse nun kennen: Erst recherchierten sie im Internet und erstellten Steckbriefe zu den Pflanzen, um sie sich dann ‚live‘ vor Ort in einem Museumsgang vorzustellen.

(Text und Fotos: Kerstin Groth)

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