„Mitmachen!“ – Girls‘ Day und Boys‘ Day 2019

Unter dem Motto „Berufe ausprobieren ohne Grenzen“ nahmen am diesjährigen Aktionstag 28 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e teil.

Der Tag setzte nicht nur bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Zeichen zur Klischeefreiheit bei der Berufswahl. Als betreuender Lehrer hatte ich an diesem Tag ebenfalls die Möglichkeit, mich von den spannenden und vielfältigen Perspektiven zu überzeugen.

Quer durch das Bergische Land, den Ennepe-Ruhr Kreis und das Oberbergische Land hatten sich die hoch motivierten Jugendlichen bei Unternehmen, Hochschulen und sozialen Organisationen beworben und die Zusage zu einem Tagespraktikum erhalten.

Mein Tag begann bei einer Tasse Cappuccino in der hauseigenen Bank der Firma Vorwerk. Dort konnte Janina bei der Firma Eurest dem Küchenchef Herrn Schneider und der Servicekraft Frau Dortland einen Tag als Köchin zur Seite stehen. Begeistert voneinander waren alle nach kurzer Zeit, so dass Janina durch ihren vorbildlichen Einsatz eine Praktikumsstelle für das kommende Jahr angeboten wurde.

Weiter ging es zum Friedhof in Heckinghausen. Dort hatte Lara bei der Inhaberin Frau Rauh um ein Tagespraktikum als Friedhofs- und Landschaftgärtnerin gebeten. Schon am Vormittag schien es mir, als gehöre Lara schon seit Jahren zum Team der freundlichen und hilfsbereiten Gärtner.

Gegen Mittag erreichte ich einen Reiterhof im Ennepe-Ruhr Kreis. Venice hatte dort die Chance erhalten, der Hufschmiedin Frau Rickenbrauck über die Schulter zu schauen. Mit vollem Körpereinsatz stand sie ihre „Frau“ in einem vormals klassischen Männerberuf. So erging es auch den fünf Mädchen, die sich gemeinsam beim Baumarkt Obi in Velbert beworben hatten. Unter der Anleitung des sachkundigen Herrn Hartmann erlebten die interessierten Mädchen einer „Schnuppertag“ nach ihrem Geschmack. Ganz nebenbei wurde mit Jemima, Cilem, Rüya, Dilek und Zakiya über Perspektiven für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz gesprochen.

Zum Abschluss „meines Aktionstages“ dürfte ich Nour Eddin in der Kindertagesstätte „Stoppelhopser“ in Wuppertal besuchen. Schnell fand er laut Aussage der betreuenden Pädagogen Anschluss zu den Kindern und überzeugte durch seine offene und zuvorkommende Art nicht nur diese, sondern auch die Eltern der Elterninitiative. Vielleicht entwickelt sich daraus ja ein neuer Berufswunsch, den Nour Eddin bisher so gar nicht auf seiner Agenda hatte?

Ich bin sicher, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesen besonderen Tag nicht so schnell vergessen werden.

Bleibt nur noch, mich an dieser Stelle im Namen der Else Lasker-Schüler Gesamtschule bei allen Beteiligten für die Umsetzung dieses gelungenen Aktionstages zu bedanken.

von Patrick Taeger

weitere Eindrücke (Fotos: Marina Palm)

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