Fridays For Future

Mittlerweile sollte ja eigentlich schon jede*r etwas zu den #FridayForFuture-Demonstrationen gehört haben, aber für den Rest hier nochmal in Kürze das Wichtigste: 2018 ging mit der 16jährigen schwedischen Schülerin, die übrigens mittlerweile für den Friedensnobelpreis nominiert ist, eine Schülerin an einem normalen Schul-Freitag auf die Straße und protestierte. Sie protestierte für den Klimaschutz und gab allen Schüler*innen auf den Weg, dass sie, wenn es so weiter ginge mit dem Klimawandel, auch gleich nicht mehr in die Schule gehen müssten – immerhin steht laut Aussagen internationaler Organisationen wie der WHO die Zukunft durch den Klimawandel auf dem Spiel. Wozu Schule, wenn es kein morgen gibt? Eine berechtigte Frage, wenn man überlegt, wie oft sich Schüler*innen (früher wie heute) generell schon fragen: Wozu eigentlich Schule?

Aus der Idee zum Streik eines Mädchens aus Schweden erwuchs die Idee regelmäßiger Streiks in weiten Teilen der Welt. Und so auch in Wuppertal und am letzten Freitag, den 15.03.2019. Wie passend, dass sich die 6d gerade in der PPL-Reihe „Die Frage nach Natur und Umwelt“ wunderte, was wir konkret zur Besserung des Lebens mit der Natur machen können. Mit Klemmbrettern und Fragezetteln bewaffnet, stürzten sie sich in das Regenschirmmeer am ehemaligen Schauspielhaus. Zu ihrer Verwunderung waren sie dort aber gar nicht die einzigen Elsen: so gesellte sich zum Beispiel die 10d hinzu, die die letzten Wochen in Mathematik berechneten hatten, wie lange es braucht, bis Atommüll von der Erde verschwunden sein wird. Und auch einige Q2-Schüler*innen waren anwesend. Diese hatten nämlich nicht nur in der Vorabiklausur zum Thema „globalization and global challenges: economic, ecological and political issues“ etwas über die #FridayForFutures gelernt, sondern auch in den Mathematikkursen Berechnungen zu Demonstrationen erstellt.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!“ tönte es dann von den Schüler*innen und Erwachsenen. In den Interviews, die die Schüler*innen der 6d noch über dem Tönen der Demonstranten vornehmen konnten, spiegelte sich die Grundstimmung der Teilnehmenden wieder: Viele setzen sich auch privat zu Hause für den Umweltschutz ein – beginnend mit der Mülltrennung, über die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad, der Mitnahme von Stoffbeuteln beim Einkauf, bis hin zum Versuch möglichst plastikfrei, regional und saisonal einzukaufen, vegetarisch oder vegan zu leben und der Umstellung auf Ökostrom. Eine Menge Tipps, die sich auch von Kindern oder Jugendlichen umsetzen lässt, die noch zu Hause wohnen. Alle Demonstrierenden waren sich außerdem einig, dass sie Samstag auch zur Demo gehen würden, dies aber kein deutliches Drohsignal an die Politik wäre.

Wer sich selbst jetzt einmal informieren möchte, kann gern die Internetseite der #FridayForFuture Bewegung ansteuern.

(Text und Fotos:  Kerstin Groth)

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