Ein Schultag auf dem Laborschiff „MAX PRÜSS“

Das Laborschiff des Landes NRW „MAX PRÜSS“ ist nicht nur im Dienste des Umweltschutzes unterwegs

Else-Schüler*innen besuchen das schwimmende Klassenzimmer

Von Cilem Tosun (8e)

In der vergangenen Woche machten sich besonders interessierte Jugendliche der Jahrgangsstufe 8 der Else Lasker-Schüler Gesamtschule mit Bus und Bahn auf den Weg nach Duisburg, um ihr Klassenzimmer gegen einen Schultag auf der „Max Prüss“ einzutauschen. Dort führten sie spannende Umweltexperimente unter der Anleitung der Besatzung durch. Begleitet wurden Sie von den Projektlehrern Patrick Taeger und Alexander Lurtz. Beide hatten den Besuch auf dem Laborschiff mit den Jugendlichen im Unterricht sorgfältig vorbereitet.


„Zum Aktionsbereich gehört der Rhein, die Ruhr, die Weser und das gesamte Westdeutsche Kanalnetz“, erklärt Frau Dr. Brüll-Pehl, Chemieingenieurin beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und am heutigen Tag verantwortlich für den Unterrichtstag der „Elsianer“ auf dem Rhein.

Mit Frau Dr. Ute Brühl und Frau Kirsten Tünte wurde mithilfe chemischer Versuche die Gewässergüte der genommenen Wasserproben vom Rhein untersucht. Normalerweise ist das Laborschiff für das Landesamt unterwegs, um die Wassergüte der Flüsse und Kanäle in Nordrhein-Westfalen zu überwachen. „Erstaunlicher Weise waren die gefundenen Nitritwerte erstaunlich niedrig“, stellt Ahmed Al Rafaty fest. „Ein Grund dafür sei der starke Niederschlag der letzten Tage“, so Tünte in der abschließenden Laborbesprechung.

Hagel und Regen vermiesten die Stimmung nicht

Zuvor wurden die Kinder von der Leiterin Frau Dr. Brüll-Pehl in drei Gruppen eingeteilt. Im Roatationssystem ging es für alle Schüler*innen zur chemischen Untersuchung ins Labor, im Anschluss wurden mit dem Biologen Herrn Harald Ticher die biologische Gewässergüte überprüft. Dabei wurden Bodenproben aus dem Rhein auf anhaftende Lebewesen hin untersucht, diese vorsichtig abgenommen, in Petrischalen überführt, unter der Lupe betrachtet und mit fachkundiger Hilfe bestimmt. Aufgrund des an diesem Tag herrschenden Hochwassers und des starken Regens war die tierische Ausbeute leider nicht ganz so vielfältig wie sonst üblich, aber einige typische Bewohner der untersuchten Zone konnten trotzdem nach intensiver Suche gefunden und bestaunt werden.

Eine dritte Gruppe bekam bei Bert Meier, dem Kapitän des Schiffes, die Gelegenheit

die Schifffahrt auf dem Rhein rund um das Duisburger Hafengebiet zu beobachten. Zudem wurden verschiedene Semmannsknoten mit fachkundiger Hilfe des Auszubildenden Herrn Chris Weinstätte eingeübt. Außerdem erhielten die Jugendlichen spannende Fakten über eine Ausbildung zum Binnenschiffer.

Am Ende der Gruppenphasen kamen noch einmal alle zusammen, um gemeinsam die gewonnenen Ergebnisse auszuwerten und die Erlebnisse dieses Tages abschließend zu bewerten. „Ein gelungener Tag“, stellten sowohl die „Freizeitforscher“ als auch die Besatzungsmitglieder der Max Prüss fest.

Vielen Schüler*innen freuen sich auf eine mögliche Wiederholung, dann aber gerne „bei strahlendem Sonnenschein!“

 

(Bilder: Patrick Taeger)

Kommentarfunktion ausgeschaltet.